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Der neue Acoustic Revive RD-3 entmagnetisiert die CDs und hebt den Klang in völlig neue Sphären

30 Sekunden verändern Ihr Hören

Bild:  RD-3
Der erste Schritt: Mit der bedruckten Seite nach unten wird die CD in den RD-3 eingelegt. Den roten „An“-Knopf drücken, damit Strom fließt, dann den grauen kleinen Knopf drücken. 15 Sekunden warten. Dann folgt ...
Bild: RD-3
... der zweite Schritt: CD umdrehen, mit der „musikalischen“ Seite nach unten auf den RD-3 legen, den grauen Knopf drücken, 15 Sekunden warten. Jetzt kommt die behandelte CD in den Player. Den roten Knopf drücken, der Stromfluss ist gestoppt. Fotos: Wiegel (6)

Gehören Sie auch zu den Unbelehrbaren, die sich auf richtig gute Klänge aus Ihrer Stereo-Anlage freuen? Und die sogar viel Knete dafür ausgegeben haben? Ist höchste Wiedergabetreue Ihr großes Ziel und pfeifen Sie auf quietschende MP3-Player und iPods? Dann sind Sie hier an der richtigen Stelle.

Denn es gilt über ein Wunderding zu berichten, das Ihren Ohren in zweimal 15 Sekunden Augen machen wird: der neue Acoustic Revive RD-3. Wir hatten vor einigen Jahren über seine Vorgänger, Furutech RD1 und RD2, berichtet und den mit beiden Geräten erzielten klanglichen Zugewinn in Blickpunkt beschrieben.

Das aber war nur ein schaler Vorgeschmack auf das, was der RD-3 leistet.

Ein Fall für die Naturwissenschaftler

Wie er funktioniert? Keine Ahnung. Er nennt sich „Entmagnetisierer“, arbeitet mit einem eingebauten „Minus-Ionen-Generator“. Diese winzigen Ionen durchdringen den Kunststoffmantel des Geräts und bearbeiten beide Seiten einer CD. Was sie da genau anstellen? Darüber mögen sich Physiker und andere Naturwissenschaftler den Kopf zerbrechen.

Ist ja auch völlig egal. Denn das Ding wirkt! Und wie! Versprochen: Sie werden Ihre CDs nicht wiedererkennen. Alles Scharfe, alles Digitale – wie verflogen. Die Musik perlt klar, und analog ruhig aus den Lautsprechern.

Sie erleben plötzlich eine viel größere Bühne, nach links und rechts, nach vorne und hinten. Instrumente und Stimmen werden auf ihren Plätzen festgenagelt. Der Dynamikumfang nimmt zu. Die Bässe kommen knarzend und trocken, die Mitten sind absolut stimmig und die Höhen landen fein ziselliert in den Ohren. Rauschen ade!

Der RD-3 sollte eigentlich „Analog-Maschine“ heißen. Und er bringt uns wieder ein Stück näher an die musikalische Wirklichkeit. Wir staunen, wie viel Informationen wir bislang gar nicht gehört haben, obwohl sie auf der CD enthalten sind.

Zugegeben: 399 Euro sind eine Menge Geld. Aber es ist eine gut angelegte Investition, über die sich Seele und Ohren freuen werden.

Eine Einschränkung muss allerdings gemacht werden. Bei Billig-Anlagen werden Sie keine Veränderung hören. Es müssen schon echte HiFi- oder High-End-Komponenten sein. Je hochwertiger die Anlage, desto dramatischer kann der Klanggewinn sein, den Ihnen der RD-3 ins Wohnzimmer bringt.

Unser Fazit für diese musikalische Wunderkiste: ein „Muss-Zubehör“ für jeden echten Musik-Fan.

Giesbert Wiegel

Wie klingt die „RD-3-Musik“?

Wir haben uns auf jeweils ein Stück aus vier CDs konzentriert: Eine „Normal“-CD, eine mit 24-Karat-Gold beschichtete Scheibe, eine Hybrid-SACD im SACD-Modus und eine XRCD, die mit jedem CD-Player abspielbar ist.

Vier Hörproben– ein Urteil

1. Bei der „Love“-CD von den Beatles, die digital neu angemischt wurde, fiel die Wahl auf Track 21 „Back in the U.S.S.R.“ Der Song beginnt mit dem berühmten Flugzeug, das von rechts nach links durchs Zimmer düst. Der Klang ist nach der RD-3-Operation kräftiger, deutlicher umrissen. Die Stimmen von Paul McCartney und John Lennon sind glasklar und nicht mehr so schwammig, die von George Harrison gespielte Gitarre ist härter, konturierter. Ringo Starrs Drums krachen hammerhart. Mein Gott, gäbe es doch alle Beatles-CDs remastert als SACD oder XRCD. Das wäre Vergnügen pur. Aber der Erbenstreit schwelt und die EMI schläft weiter.

2. Über Michael Jacksons Sexualleben kann man sich streiten. Über seine Musik aber nicht. Allen voran der „Earth Song“. Viele werden sich noch an seinen Auftritt bei „Wetten, dass ...“ erinnern, als er, nasentechnisch noch einigermaßen in Ordnung, mit zerrissenem Hemd im Mastausguck stand und sein „Is there a time“, von Kameras verfolgt, ins Publikum brüllte. Das war Musikgeschichte live. Was im Normalzustand schon eine echte Belastungsprobe für Verstärker und Lautsprecher ist, mutiert nach dem zweimal 15-sekündigem RD-3-Ionenbeschuss zum dramatischen Appell an die Nachbarn: „Habt bitte Verständnis! Ich kann nicht anders!“ Die Stimme: ein Orkan. Die Drums: mitten im Magen. Der Hintergrundchor: links und rechts gestaffelt, durchdringendes Dazwischen- und Mitsingen. Gitarren, Drums, Hörner und Synthesyzer: eine Klangorgie voller Dynamik und Schönheit. Auf einer so prachtvollen Bühne haben Sie das noch nie gehört. Und die quakenden Frösche am Anfang? Passen Sie gut auf, dass Ihre Füße nicht nass werden!

3. Schade, aber die europäische Musikindustrie verabschiedet sich vom SACD-Format, während es in den USA und in Asien fröhliche Urständ feiert (das Internet liefert die Beweise). Die Hybrid-SACD von Arthur Fiedler greift auf Einspielungen aus den Jahren 1956, 1958 und 1959 zurück.

Nun sagen Sie ja nicht: „Olle Kamellen“. Denn damals verstanden die Aufnahmetechniker nicht nur ihr Handwerk 1-a, sie durften auch aufs Band spielen, was aus den Instrumenten herauskam. Dynamikkompression aus Rücksicht auf Mini-Böxchen gab es nicht.

Also: Aus den Tagen meisterlicher Aufnahmetechnik hören wir die „Wilhelm Tell Ouvertüre“ von Gioachino Rossini, aufgenommen am 26. November 1956 mit dem Boston Pops Orchestra.

Im Vorher-Nachher-Vergleich sind die Streicher zu Beginn wesentlich klarer umrissen, das leicht nervige „Krisseln“ ist völlig verschwunden. Die Streicher sitzen links, die Pauken höher und hinten, etwas links von der Mitte. Die Flöten sind quirlig, dabei glockenhell, Trompeten und Posaunen lassen die Lautsprecher mit Volllast arbeiten. Hier hat der RD-3 die SACD völlig verändert. Das ist jetzt Klang aus einem Guss. Vergessen Sie anschließend bitte nicht, sich beim ersten Geiger zu bedanken.

4. Jheena Lodwick: Die asiatische Seelenstripperin holt Gänsehaut auf Ihren Rücken. Wir hören „Singing in the rain“ mit einer Stimme, die Frühling heißt. Nach der RD-3-Behandlung zischelt nichts mehr, Sie können sogar die Lippenbewegungen erahnen. Trompete und Piano spielen unglaublich harmonisch zusammen, der gezupfte Bass geht mächtig tief in den Keller. Da kann man einmal sehen, zu welchen Leistungen gute Tontechniker, hier war es Anthony Chung, mit Top-Equipment in der Lage sind.

 

Einstimmiges Urteil unseres Hörvergleichs: Der RD-3 bringt Leben in die Musik. Er „analogisiert“ die digitalen CDs, macht aus guter Musik echte Gourmet-Klänge. Lassen Sie sich diese Erfahrung nicht entgehen.

GW

Info: Wo gibt’s den neuen RD-3?

Den Deutschland-Vertrieb des 399 Euro teuren Acoustic Revive RD-3 hat Preference Audio, Sommerstraße 34, 81543 München, übernommen. Im Internet: www.preference-audio.de

Dort bekommen Sie auch den Nachweis für einen Händler in Ihrer Region. Sie sollten – wenn es gar nicht anders geht, gegen Kaution – das Gerät zu Hause ausgiebig testen.

 

Bild: The Beatles: „Love“ Bild: Michael Jackson: „History“ Bild: Arthur Fiedler: „HI-FI Fiedler“ Bild: Jheena Lodwick: „Singing in the rain“
1. The Beatles: „Love“ – ein normaler Silberling von EMI/ Parlophone (0946 3 79808 2 8) 2. Michael Jackson: „History“ – eine 24-Karat-Gold-Doppel-CD von epic (EPC 474709 2) 3. Arthur Fiedler: „HI-FI Fiedler“ – eine Hybrid-SACD von RCA/Sony (82876-67895-2) 4. Jheena Lodwick: „Singing in the rain“ – eine XRCD24 von Music Lab (1019 SDA)