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Viele Männer kneifen im Kampf gegen Krebs & Co.So funktioniert der Gesundheits-Tüv
Was zeichnet einen guten Hausarzt aus? Dass er auch an Sie denkt, wenn Sie gar nicht krank sind! Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Arztes, so das Gesundheitsministerium, seine Patienten zuverlässig an die anstehenden Termine für Früherkennungsuntersuchungen zu erinnern. Denn: Auch schwere Krankheiten sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden, oft noch heilbar. Frauen sind besser informiert Vor allem die Herren der Schöpfung stellen sich dem Kampf gegen Krebs & Co. erst dann, wenn es schon weh tut. Von den anspruchsberechtigten Männern gehen nur zirka 21 Prozent zur Krebs-Früherkennung, bedauert das Ministerium. Bei den Frauen sei immerhin fast die Hälfte dabei. Der unterschiedliche Zuspruch liegt auch daran, dass die ganzen Kerle sich nicht so gut auskennen wie das schwache Geschlecht. Frauen sind über ihren Anspruch auf die Früherkennungsuntersuchungen besser informiert als Männer, weiß Klaus Zok vom Wissenschafllichen Institut der AOK. Ein Grund dafür sei die entsprechende Beratung durch die Frauenärzte, wie eine große Umfrage gezeigt habe. Das Geld spielt jedenfalls keine Rolle: Die Kosten sind für alle gesetzlich Krankenversicherten gleich hoch. Ob Männlein oder Weiblein, zu bezahlen sind null Euro! Das auf dieser Seite erklärte Angebot muss jede gesetzliche Krankenkasse ihren Mitgliedern kostenlos bieten. Basis dafür ist das Sozialgesetzbuch. Zuletzt wurde das Programm um ein Hautkrebs-Screening ergänzt. Auch der Arzt darf nichts kassieren: Die Praxisgebühr entfällt bei diesen Vorsorge-Untersuchungen. Sie wird nur fällig, wenn sich eine Behandlung direkt anschließt weil etwa der Zahnarzt nach der Kontrolle zum Bohrer greifen muss. Andererseits kann, wer schützende Checks absolviert hat, oft einen Bonus kassieren. Unser Tipp: Fragen Sie dazu bei Ihrer Krankenkasse nach. Texte: Thomas Hofinger
Info: Extras für Frauen Viel früher als ihre männlichen Artgenossen sollten sich weibliche Wesen um das Thema Vorsorge kümmern: Schon ab 20 wird eine jährliche Genital-Untersuchung empfohlen um etwa Gebärmutterhals-Krebs früh zu erkennen. Alle Frauen bis 25 dürfen sich einmal im Jahr auf eine Chlamydien-Infektion untersuchen lassen. Diese kann unbehandelt unter anderem unfruchtbar machen. Erst seit 2008 ist dieser Check gratis. Gegen Brustkrebs werden zwei Vorsorge-Maßnahmen angeboten: Einmal jährlich
sollten Frauen ab 30 ihre Brust kontrollieren lassen. Und ab 50 wird
jetzt jede Frau alle
zwei Jahre zu einer kostenlosen Röntgen-Untersuchung eingeladen
bis zum
70. Geburtstag. Dieses bundesweite Mammografie-Screening läuft
seit 2005.
Info: Lebensrettender PiksSchon eine kleine, harmlos aussehende Verletzung kann tödlich sein wenn der Betroffene nicht gegen Tetanus (Wundstarrkrampf) geimpft ist. Hand aufs Herz: Wissen Sie, wann Ihre nächste Impfung fällig ist? Wenn nicht: Schlaumachen! Alle zehn Jahre muss der Impfschutz aufgefrischt werden. Die gleiche Regel gilt für die Diphtherie. Für alle Menschen ab 60 sind außerdem offiziell empfohlen: Vorbeugende Impfungen gegen Pneumokokken und Influenza (die echte Grippe). Den Piks gibt es ohne Praxisgebühr. Wer in eine exotische Gegend reisen will, sollte vorab mit dem Hausarzt über nötige Impfungen sprechen. Die bezahlt man dann allerdings aus eigener Tasche.
Der Unterleib Die Geschlechtsorgane, die Vorsteherdrüse (Prostata) und Lymphknoten im Unterleib können Männer ab 45 jährlich untersuchen lassen. Wer sich davor graust, sollte wissen: Prostatakrebs ist relativ häufig, aber heilbar wenn er früh entdeckt wird.
Die Haut Seit Sommer 2008 neu im Programm: die Hautkrebs-Früherkennung! Alle zwei Jahre können sich Männer und Frauen ab 35 von speziell dafür qualifizierten Medizinern checken lassen. Details im Internet: www.hautkrebs-screening.de
Das Herz Wer mindestens 35 ist, darf sich alle zwei Jahre auf Herz, Nieren und Diabetes prüfen lassen: Dafür ist die offziell Check-up getaufte Untersuchung da. Zu ihr gehört eine Blutdruck-Messung sowie die Labor-Untersuchung von Blut und Urin.
Der Darm Mit dem 50. Geburtstag wird die Darmkrebs-Früherkennung ein Thema: Regelmäßig wird dabei unter anderem geprüft, ob der Stuhl verborgenes Blut enthält. Ab 55 kann als Alternative auf zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren gesetzt werden.
Die Zähne Zweimal im Jahr sollte jeder Erwachsene den Gang zum Zahnarzt antreten: Wer die Beißer immer brav geputzt hat, Zahnseide inklusive, kommt oft ohne Bohren davon und ohne Praxisgebühr. Zahnstein wird nur einmal jährlich gratis entfernt.
Die Augen Es gibt keinen Gratis-Check beim Augenarzt obwohl es viele gar nicht merken, wenn sich ihre Sehleistung verschlechtert. Erste Hilfe leisten Optiker, die kostenlose Sehtests anbieten. Die Adressen finden Sie mit einem Blick ins Netz: www.sehcheck.de
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