Vier Blickpunkt-Leser im Fokus
Berufswahl: Was empfehlen
Sie den Schülern von heute?
Jan Mazuv (43),
Kfz-Mechaniker aus Hagen:
„Ich würde meiner Tochter empfehlen, weiter zur Schule zu gehen und dann zu studieren: Zumindest, solange Papa das bezahlen kann. Was genau? Die Zukunft gehört den CNC-Maschinen, also Technik, in der modernste Elektronik drinsteckt. Aber die Kinder entscheiden sowieso selber, weil sie klüger sind als wir. Hauptsache: ein bisschen Ahnung von etwas haben und zufrieden sein.“
Rainer Kuchar (42),
Maschinenbediener aus Ennepetal:
„Die jungen Leute haben hochfliegende Träume, wollen Architekt werden oder selbstständig. Träumen darf man, aber bitte am Boden bleiben! Man sieht ja, was mit den Studenten los ist: Dauert einfach zu lange, bis sie was verdienen. Eine Lehre ist besser, egal ob im technischen oder kaufmännischen Bereich. Ich hatte meine Lehre abgebrochen, mir ging es damals nur ums Geld. Muss man nicht nachmachen.“
Bettina Fastenrath (40), Assistentin
der Geschäftsführung aus Nachrodt:
„Einen guten Schulabschluss machen.
Damit hat man die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Traumjob! Ich habe zwei Kinder und lasse ihnen die Freiheit, sich zu orientieren. Wer weiß, ob die Liebe zur Natur oder das handwerkliche Interesse nicht eine fähige Tierärztin oder einen talentierten Handwerker aus ihnen macht. Fest steht: Wenn man Spaß an seinem Beruf hat, ist man auch erfolgreich.“
Sebastian Michaelis (30), Elektroinstallateur aus Plettenberg:
Lernen, lernen, lernen! Denn eine gute Ausbildung ist enorm wichtig. Wenn ich noch mal die Wahl hätte, würde ich mich wieder für meinen Beruf entscheiden, der ist sehr vielseitig. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, ein handfestes Handwerk zu erlernen. Das ist eine solide Basis. Ich selbst habe mich mit der Zeit weitergebildet. Und bin heute stellvertretender Leiter der Elektroabteilung Steuerungsbau. “
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