Vier Blickpunkt-Leser im Focus
Pendeln – nur nervig?
Walter Balitzki (51),
Industriemeister aus Castrop-Rauxel:
„Ich habe alle meine Freunde und Verwandte am Wohnort, habe da auch gebaut: Deshalb fahre ich seit 33 Jahren jeden Tag 40 Kilometer zur Arbeit. In den ersten Jahren fuhr ich mit dem Auto, das ist mir zu teuer geworden. Jetzt nehme ich die Bahn und muss auf der Strecke zweimal umsteigen. Zum Glück gibt es die privaten Bahnbetreiber: Die sind äußerst pünktlich, sauber und kundenfreundlich. Deshalb ist das Pendeln nicht allzu nervig.“
Andreas Fohr (43),
Fräser aus Schwerte:
„14 Kilometer lang ist meine Autostrecke
zur Arbeit. Mit dem Bus müsste ich ein paar Mal umsteigen und wäre ewig unterwegs. So dauert es 20 bis 30 Minuten. Nachmittags stehe ich allerdings oft im Stau. Dann höre ich halt Musik. Ich bin aber froh, dass ich täglich keine längeren Strecken fahren muss, denn
das wäre stressig. Und ginge außerdem von der Freizeit ab.“
Giuseppe Banno (34),
Zerspanungsmechaniker aus Witten:
„Pendeln ist für mich nicht unangenehm. Ich fahre mit der S-Bahn zur Arbeit. Es ist
eine gute Verbindung: Ich brauche nur
20 Minuten. Mit dem Auto würde es länger dauern. Nebenbei habe ich so ein Auto eingespart, früher hatten wir nämlich zwei. Die Bahn hat mich noch nicht enttäuscht, auch bei Schnee kam sie pünktlich.
Jutta Höffgen (53),
Teamassistentin aus Hagen:
„Ich fahre 10 Kilometer, mit dem Auto. Im Sommer gibt es mehr Staus als im Winter,
aber im Großen und Ganzen geht es. Früher nahm ich den Bus, doch es es gab zuviele Verspätungen. Näher an die Fabrik zu ziehen, kommt nicht in Frage, denn die befindet
sich in einem Dorf und ich bin ein Stadtmensch. Dennoch: Mehr als 30 Kilometer pendeln möchte ich nicht.“ |